Was sind Depressionen?

Was sind Depressionen?

Eine Depression unterscheidet sich deutlich von einem Gefühl der Traurigkeit. Menschen mit Depressionen leiden nicht nur unter gedrückter Stimmung und Antriebslosigkeit, sondern auch ihre Konzentrationsfähigkeit ist vermindert. Schon kleine Anstrengungen machen müde.

Wie entstehen Depressionen

Das Selbstwertgefühl und das Selbstvertrauen sind häufig geschwächt. Doch diese Gefühle entstehen nicht von heute auf morgen.

Bei Kritik überkommen den Menschen rasch Mutlosigkeit und Gefühle der Wertlosigkeit. Menschen mit Depressionen konnten in ihrem Leben oft nicht so sein, wie sie sind. Schon in der Kindheit wurde ihnen das Gefühl vermittelt: "so wie du bist, bist du nicht in Ordnung!"

Aus diesem Gefühl heraus sind Minderwertigkeitskomplexe entstanden. Depressive Menschen haben oft um die Anerkennung und die Liebe aus ihrer Umgebung gekämpft. Irgendwann schien die Schlacht verloren und der Kampf wurde aufgegeben. 

Depressionen: Ursachen

Einfach ausgedrückt, könnte man sagen: "Serotonin ist ein Stoff, dass gute Gefühle macht."

Die Serotonin-Hypothese besagt, dass eine Depression auftritt, wenn zuwenig Serotonin im Gehirn vorhanden ist. Sie ist daher auch unter dem Namen Serotonin-Mangel-Hypothese bekannt.

Es schien viele Jahre so, dass ein Serotoninmangel im Gehirn für Depressionen verantwortlich war. Doch diese These wurde nun widerlegt! Unser Gehirn funktioniert nicht so einfach. Grundsätzlich stellt sich die Frage, ob Depressionen wirklich körperliche Erkrankungen sind? Oder ob sie nicht durch Konditionierung im Laufe eines Lebens entstehen. 

Depressionen können durch verschiedene Faktoren ausgelöst werden. Natürlich gibt es auch genetische und biologische Faktoren, die für Depressionen verantwortlich sein können. Doch gibt es keine glaubhafte Studie, die das wirklich belegen könnte.

Oftmals werden Depressionen durch belastende Lebensereignisse ausgelöst. Es entstehen dysfunktionale, verzerrte Denkmuster und negative Grundannahmen

Depressionen: Symptome

Häufig wird eine Depression von sogenannten "somatischen" Symptomen begleitet. Dazu zählen:

  • Interessensverlust
  • Identitätsverlust
  • Verlust von Freude und Glücksgefühlen
  • frühes Erwachen am Morgen
  • Morgentief
  • psychomotorische Hemmung
  • Agitiertheit (psychische Unruhe)
  • Schlafstörungen,
  • Appetitverlust
  • Gewichtsverlust oder Gewichtszunahme
  • Libidoverlust

Von einer Depression spricht man, wenn eine "depressive Episode" mindestens zwei Wochen andauert. Dabei kann ihr Beginn akut oder schleichend sein. Oft dauert sie jedoch viele Monate.

Dr. Katharina Tempel hat dazu ein wunderbares Video gemacht. Sieh es dir hier an:

Depressive Denkmuster zeichnen sich unter anderem durch Verallgemeinerungen, voreilige Schlussfolgerungen und Selbstabwertung aus. 

Sie zeigen sich in Form von negativen, abwertenden Selbstgesprächen, Bewertungen und Interpretationen. 

Im Rahmen der Depression kommt es zur Überidentifikation mit diesen negativen Gedanken. 

Beispiele für automatische, depressionsfördernde Gedanken sind Sätze wie:

  • das schaffe ich nie
  • ich habe komplett versagt
  • keinem kann man es recht machen
  • ich bin einfach zu dumm

Diese automatisierten Denkmuster wirken sich auf die Gefühle und das Verhalten des Menschen aus. Sie begünstigen die Entstehung einer Depression.

Menschen, die wiederkehrend an einer Depression erkranken, geraten häufig ohne besondere äußere Anlässe in einen depressiven Denkstil hinein. Oft genügen hierfür minimale Auslöser wie geringe Belastungen oder eine leichte Verstimmung. 

Sogenannte gedankliche Prozesse führen dazu, dass grüblerische Gedanken in sich wiederholende Gedankenschleifen münden. Der Betroffene möchte mit diesen Grübelgedanken zu einer Lösung finden und erkennt nicht, dass genau diese Gedanken es sind, die das Gefühl der Depression verursachen.

Depressionen: Wege der Überwindung

Neben den medizinischen Methoden, die zum Großteil mit pharmazeutischen Präparaten arbeitet, gibt es sehr gute alternative Möglichkeiten, um Depressionen wirklich zu heilen.

Der Nachteil von Psychopharmaka ist, dass sie starke Nebenwirkungen haben und dem Klienten die Möglichkeit nehmen seelisch zu wachsen. Es wird versucht mit Medikament Symptome zu unterdrücken. Werden die Medikamente dann abgesetzt, dann kommen die Symptome schnell wieder.

Gute Wege bietet das Coaching, die Hypnose und die Achtsamkeitspraxis. Der Klient lernt mit diesen Methoden wieder Kontrolle über seine Gedanken und seine Gefühle zu erlangen. 

Eine sehr interessante Ansicht zu Depressionen hat Rainer-Michael Franke. Herr Franke ist Spezialist in der energetischen Psychologie und hat einen ganz anderen Ansatz, als viele herkömmliche Therapeuten:

Sehr aufschlussreich zu diesem Thema ist der Podcastbeitrag des renommierten Psychologen, Roland Kopp-Wichmann. Er gibt dir fundamentale Informationen rund um die Behandlung und die Entstehung von Depressionen:

Wenn du der englischen Sprache mächtig bist, dann empfehle ich dir auf jeden Fall das Interview mit Prof. Dr. Franz Ruppert zum Thema Trauma und Depressionen:

Stefan Hiene betrachtet die Depression einerseits aus einer pragmatischen Sichtweise und auch von einer philosophen:

Fazit

Das Thema "Depression" lässt sich nur schwer in Kategorien einteilen. Es ist ein extrem breites Thema mit sehr vielen Teilaspekten. 

Depressionen sind eine häufige psychiatrische Erkrankung in unserer heuten Zeit. Es fehlen die eindeutigen Hinweise, dass sie genetisch bedingt sind. Außerdem kann nicht plausibel nachgewiesen werden, dass Depressionen körperliche Erkrankungen sind. 

Es gibt jedoch wirklich sehr gute Wege diese Krankheit endgültig zu heilen. Eine der wichtigsten Voraussetzungen ist jedoch, dass der Klient in sich selbst eine Motivation entwickelt und am Heilungsprozess mitarbeitet.

Vor allem mit Entspannungstechniken, Achtsamkeitspraxis und Meditation können sehr gute Behandlungserfolge nachgewiesen werden.